Vom gewachsenen Alltag zur zweiten Apotheke

Ein Erfahrungsbericht aus der Zusammenarbeit mit den LIPSIA Apotheken LEIPZIG

Als ich begonnen habe, mit der Apothekerin Anke Groitzsch und der LIPSIA Apotheke zusammenzuarbeiten, ging es zunächst nicht um Wachstum, Expansion oder Markenarchitektur. Die Apotheke war fachlich stark, im Viertel etabliert, das Team erfahren. Im Fokus stand Ordnung. Die Aufgabe bestand darin, die Kommunikation auf Basis eines bestehenden Fundaments auszubauen und zu stärken.

Mein Einstieg war entsprechend pragmatisch. Keine neue Strategie, kein großer Wurf. Ich habe mir den Apothekenalltag angeschaut, Gespräche geführt und erste Aufgaben übernommen.

Die Schlussfolgerung war eindeutig. Mehr Sichtbarkeit hätte hier nichts verbessert.
Entscheidend war, die Kommunikation insgesamt stimmig in Sprache, Maßnahmen und Prioritäten auszurichten.

Das Jubiläum als bewusster Moment

Ein wichtiger Meilenstein in der Zusammenarbeit war das Jubiläum der LIPSIA Apotheke in der Südvorstadt. Es markierte einen Moment der Standortbestimmung.

Im Mittelpunkt stand die Frage, was dieses Jubiläum über die Apotheke erzählen soll, nach außen wie nach innen. Die Umsetzung blieb bewusst zurückhaltend und nah am Alltag.
Der Werdegang von Apotheke und Apothekerin wurde eingeordnet und kontextualisiert.
Und im Zentrum standen die Menschen, für die die Apotheke seit Jahren eine verlässliche Anlaufstelle ist.

Die Entscheidung für eine zweite Apotheke

Im Laufe des letzten Jahres fiel die Entscheidung der Apothekerin, eine zweite Apotheke im Stadtteil Stötteritz in Leipzig zu übernehmen. Damit veränderte sich der Rahmen der Zusammenarbeit.

Es ging nun um zwei Apotheken, die gemeinsam gedacht werden mussten. Beide mit eigener Prägung und dennoch klar verbunden.

Meine Rolle wurde in dieser Phase deutlich praktischer.
Ich habe die neue Apotheke mit einfachen, passenden werblichen Mitteln vorbereitet, mich punktuell in die Ladengestaltung eingebracht, Aussagen gegenüber der Presse abgestimmt und eine Kommunikationslinie aufgebaut, die beide Apotheken verbindet.

Im Fokus standen keine großen Budgets, sondern stimmige Entscheidungen. Was passt zu beiden Standorten, wo braucht es Unterschiede und wie bleibt Kommunikation verständlich.

Zwei Apotheken, eine klare Linie

Das Ergebnis war eine klare Struktur. Eine gemeinsame Linie und zwei Apotheken, die sie auf ihre Weise umsetzen.

Diese Struktur schafft Orientierung. Sie macht gemeinsame Stärken sichtbar und lässt Raum für standortspezifische Besonderheiten. Jeder Standort bleibt eigenständig und tritt dennoch unter einem gemeinsamen Gesicht auf.

Der Mehrwert entsteht aus dem Zusammenspiel beider Apotheken, fachlich, organisatorisch und kommunikativ.

Was dieses Projekt gezeigt hat

Die eigentliche Wirkung entstand dort, wo Entscheidungen klar wurden und Kommunikation begann, den Apothekenalltag verlässlich zu unterstützen.


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